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Chinesische Regierung will Immobilienblase vermeiden
2010-02-08
 
Chinasüberhitzter Immobilienmarkt hat Spekulationen ausgelöst, ob das Land dasselbe wirtschaftliche Desaster wie Japan in den 1990er Jahren erleben werde, als der Zusammenbruch des Immobilien- und Aktienmarktes das Land in eine mehr als zehn Jahre andauernde Wirtschaftskrise stürzte.

"Die Situation der beiden Länder ist nicht vergleichbar, da es im gewerblichen Immobilienmarkt in China im Moment keine Blase gibt– im Gegensatz zu Japan in den 1990ern", sagte Alastair Hughes, Geschäftsführer von Jones Lang LaSalle Asien Pazifik in einem Exklusivinterview mit der Global Times am vergangenen Donnerstag.

Hughes zufolge habe das Konjunkturpaket der Regierung zum Vertrauensaufbau bei Unternehmen in und außerhalb von China geführt. Das sei auch dem gewerblichen Immobilienmarkt zugute gekommen.

"Die Leute sprechenüber eine Blase und die Regierung handelt, um eine solche zu verhindern. Ich glaube nicht, dass wir eine Blase haben, da die Regierung frühzeitig aktiv geworden ist, um ihr vorzubeugen", sagte Hughes. Es gäbe eine große Nachfrage im Immobilienmarkt, die nicht von Spekulanten getrieben sei.

Die Gefahr einer Blase ist jedoch ein heißes Thema, besonders seitdem im vergangenen Monat entsprechende Wirtschaftszahlen veröffentlicht wurden.

Der Durchschnittspreis einer Wohnung stieg im Jahr 2009 um 20,8 Prozent im Vergleich zu 2007, als die Immobilienpreise ebenfalls stark stiegen. Sogar die Hauspreise in kleineren Städtenübertrafen im vergangenen Jahr die Rekordpreise von 2007, teilte die People's Bank of China vergangenen Monat mit.

Die Preise für Land stiegen ebenfalls weiter. Einige Flächen wurden jeweils zu Rekordpreisen verkauft, obwohl die Zentralregierung Richtlinien herausgegeben hatte, um die Grundstückspreise vor einem Preisanstieg zu bewahren.

Die Washington Post zitierte Aussagen von Analysten, dass es in China eine Immobilienblase gebe. Die Financial Times veröffentlichte einen Beitrag, dass China Japans Wirtschaftskrise aus den 1990er Jahren nachahmen könne.

Während der Immobilienblase der japanischen Wirtschaft von 1986 bis 1991 stiegen Immobilien- und Börsenpreise stark an. Die Blase platzte, und die darauffolgende Wirtschaftskrise dauerteüber ein Jahrzehnt an. Börsenpreise erreichten ihren Tiefpunkt im Jahr 2003 und sanken als Folge der Krise im Jahr 2008 sogar noch weiter.

Patrick Chovanec, ein Professor an der Tsinghua University School of Economics and Management, sagte, dass es hart sei,"die beiden Länder direkt zu vergleichen. Doch ich glaube, es gibt Parallelen,über die das chinesische Volk besorgt sein könnte. China hat dasselbe Wirtschaftsproblem wie Japan, da es dasselbe Wachstumsrezept verfolgt: Exportorientierung, Anhäufung von Dollars, Inflation, die in eine Blaseübergeht. Die Mechanismen sind sehrähnlich."

Doch Chovanec sagte auch, dass es Unterschiede gäbe: Die künftige Verstädterung und steigende Einkommen werden China helfen, jede kurzzeitige Blase zuüberstehen.

Die Hauspreise sind derzeit nicht haltbar, sagte Chovanec,"doch die Regierung hat eine Reihe von Richtlinien für eine weiche Landung herausgegeben."
 
China.org
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