Akio Toyoda, Vorstandsvorsitzender des japanischen Autokonzerns Toyota, hat sich am Montag während einer Pressekonferenz in Beijing bei chinesischen Verbrauchern entschuldigt. Die weltweite Rückrufaktion habe Unsicherheiten und Besorgnis ausgelöst.
"Für mich ist der chinesische ein sehr wichtiger Markt. Nach dem Briefing in den USA sind wir direkt nach China geflogen. Ich möchte mich bei den chinesischen Konsumenten persönlich entschuldigen."
Seit Januar 2010 hat der japanische Autobauer auf der ganzen Welt Fahrzeuge zurückgerufen. Die riesige Rückrufaktion ist auch in China aufmerksam verfolgt worden. Im Vorfeld hatte das chinesische Hauptamt für Qualitätsaufsicht warnend darauf hingewiesen, dass bei manchen Toyota-Modellen Defekte gefunden worden. Auf die Entschuldigung von Akio Toyoda reagieren die chinesischen Konsumenten unterschiedlich.
"Meine Wahl beim Autokauf ist erst einmal beeinflusst worden. In jeder Branche muss professionell sein, in der Autoindustrie auch. Eventuelle Fehlerquellen sollten schon vorher evaluiert werden. Dann könnte man nach einem perfekten Entwurf produzieren, was Konsumenten weiniger Sorgen beim Autokauf bescheren würde."
"Wenn Autohersteller rechtzeitig ihre Probleme in Angriff nehmen würden, würde ich zuversichtlicher sein. Das offene, transparente Rückrufsystem gilt als Schutz für Konsumenten. Als Verbraucher meine ich, dass ich Hersteller mehr vertrauen werde, wenn sie ihre Probleme anständig lösen könnten."
Der Autoindustrieexperte Zhong Shi sagte, vermehrte Rückrufaktionen würden der Entwicklung Toyotas in China auf kurze Sicht bestimmt schaden. Allerdings zeige die China-Reise Akio Toyodas, dass Toyota immer größeren Wert auf den chinesischen Markt lege.
"Akio Toyoda ist relative frisch im Amt. Er kennt jedoch den chinesischen Markt, weil er in China gearbeitet hat. Und er hat die Position Chinas in der Welt klar wahrgenommen. Zuvor war Toyota hauptsächlich vom nordamerikanischen Markt abhängig. Jetzt wird der Autobauer allmählich sein Augenmerk auf neue Märkte verlegen."
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