Das chinesische Ministerium für Umweltschutz und das Ministerium für Wissenschaft und Technik werden kohlenstoffarme Wirtschaftsbetriebe künftig besonders unterstützen. Dazu haben sie gemeinsam die"strategische Allianz zur Förderung der Wirtschaft mit niedrigem Kohlengehalt" ins Leben gerufen. Geplant ist eine Integration von Finanzierungsinstitutionen und Umweltschutzunternehmen, um mehr Kapital für Firmen mit wenig Kohleverbrauch einsetzen zu können. Grund dafür ist in erster Linie der Klimawandel, der die Menschheit immer mehr bedroht. Weniger Kohleverbrauch bedeutet weniger Energieverbrauch, niedrigere Verschmutzungen und niedrigere Emissionen. Firmen mit weniger Kohleverbrauch sollen daher in China langfristig gefördert werden.
Umweltschutz ist in der chinesischen Bevölkerung immer mehr verankert. Maßnahmen wie umweltgerechte Nutzung von Heizung und Klimaanlage, Gebrauch von beiden Seiten eines Papiers oder mehr Fahrten mitöffentlichen Verkehrsmitteln werden immer mehr akzeptiert. Dazu gehört auch Cui Zhihong, ein Bürger aus der Stadt Baoding der Provinz Hebei.
"Ich habe alle Lampen in meiner Wohnung gegen energiesparende Birnen ausgetauscht. Im Winter senke ich die Temperatur meiner Heizung um 2 Grad Celsius. Zudem verbringe ich weniger Zeit für Fernsehen. Solche alltäglichen Dinge kann jeder tun. Viele meiner Freunde folgen diesem Beispiel. Sie gehen mit den Ressourcen sehr bewusst um."
Ein Verantwortlicher des chinesischen Ministeriums für Umweltschutz sagte, die chinesische Regierung lege großen Wert auf den Ausbau grüner Technologien. Solche Sektoren werden auch als neue Wachstumsquelle betrachtet. Daher wird China sein Gebührensystem zur Abfall- und Abwasserwirtschaft reformieren. In den künftigen 5 Jahren wird China mehr als 3 Billionen Yuan RMB in den Umweltschutz investieren. Mehr als 1 Billion Yuan sollen allein für Umweltschutzanlagen verwendet werden.
Im Jahr 2010 soll der Schwefeldioxid-Ausstoß gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Tonnen gesenkt werden. Qi Jianguo von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften erklärte, dies biete auch Chancen für Unternehmen, die entsprechende Technologie anbieten.
"Ich meine, dass China in der Zeit nach Kopenhagen seine eigene Position finden soll. Wir müssen unsere Branchenstruktur regeln, unsere Technik optimieren und Branchen mit neuen Energien fördern. So kann auch die Effizienz unserer Volkswirtschaft erhöht werden. Nur so kann ein kontinuierliches, schnelles Wachstum der Wirtschaft realisiert werden."
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