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Chinesische Marine rettet panamaisches Schiff vor Piraten
2017-04-18
 

Zum zweiten Mal innerhalb dieses Monats hat Chinas Marine ein Handelsschiff vor Piraten gerettet. Um die Befahrbarkeit der Seewege zu garantieren, schützt China die regionale Sicherheit und erfüllt seine internationalen Pflichten.

Am Wochenende hat die chinesische Marine im Golf von Aden ein panamaisches Handelsschiff vor Piraten gerettet. Sie hat damit bereits zum zweiten Mal innerhalb dieses Monats einem bedrohten Schiff geholfen.

Die von der Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA) in den Golf von Aden entsandte Fregatte Hengyang von Chinas 25. Flottenverband ist zum entführten Schiff Alheera geeilt, nachdem sie am Samstag um 21:30 Uhr Berichte über einen Angriff erhalten hatte. Hengyangs Hubschrauber erreichten das Schiff eine Stunde später und vertrieben die fünf Piraten, berichtete die PLA Daily am Sonntag.

Die Alheera setzt jetzt ihre Reise sicher fort.

Chinas Verteidigungsministerium hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die Fregatte Yulin am 9. April das Frachtschiff OS35 aus Tuvalu in das sichere Wasser des Hafens von Aden im Jemen eskortiert hat.

Das Frachtschiff OS35 wurde am 8. April von Piraten entführt. Am nächsten Tag ging eine aus 16 Spezialkräften bestehende Mannschaft der Yulin an Bord der OS35 und hat die 19 Besatzungsmitglieder gerettet.

Nachdem Yulin das Schiff für zwei Tage und Nächte eskortiert hatte, ist die OS35 in sicheren Gewässern in der Nähe der Lotsenstation des Hafens von Aden im Jemen angekommen, so das Ministerium.

Diese Operation verdeutlicht die höchst effektiv Leistung der chinesischen Marine im Kampf gegen die Piraterie und ist ein Beispiel für Chinas Wahrnehmung seiner Pflichten, sagte Hua Chunying, die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, auf einer Pressekonferenz.

„Innerhalb von zwei Wochen wurden zwei Schiffe von Piraten angegriffen. Dies zeigt, dass die Piraterie rund um Somalia wieder ansteigt“, sagte Li Jie, ein Marineexperte aus Beijing, am Sonntag gegenüber Global Times.

Nach dem Beginn der gemeinsamen UN-Geleitmissionen im Jahr 2008 unternahmen viele Länder gewaltige Anstrengungen, um der Piraterie in der Region Einhalt zu gebieten. Aufgrund der instabilen Lage in Somalia, und weil einige Länder ihre Beteiligung an den Missionen reduziert haben, lässt sich in den letzten Jahren ein erneuter Anstieg feststellen, sagte Li.

Auch in anderen Seeregionen, wie der Straße von Malacca und dem Südchinesischen Meer, nimmt die Piraterie zu, fügte Li hinzu.

Internationale Pflichten

„Die Mission zur Pirateriebekämpfung zeigt, dass China als verantwortliche Macht in der Lage ist, die regionale Sicherheit zu schützen und seine internationalen Pflichten zu erfüllen“, sagte Zhang Junshe, Kapitän und Forscher am Chinesischen Marineforschungsinstitut, gegenüber Global Times.

Seit dem Beginn der Geleitmissionen gegen somalische Piraten im Jahr 2008 hat China 26 Flottenverbände in den Golf von Aden entsandt, die mehr als 6.000 Schiffe, etwa zur Hälfte internationale Handelsschiffe und Schiffe von internationalen Organisationen, durch piratenverseuchte Gewässer eskortiert haben, sagte Zhang.

Die UN-Geleitmission ist eine historische Chance für die Marine der VBA, ihre Anwesenheit im Indischen Ozean nicht nur zur Piratenbekämpfung, sondern auch für den Schutz strategischer Seewege zu nutzen, sagte Li.

„Das ist eine Vorbereitung für die Maritime Seidenstraße des 21. Jahrhunderts. Die Geleitmissionen und die Anwesenheit der VBA-Marine werden die Seewege sicherer machen“, sagte Li.

„Die Fähigkeiten der chinesischen Marine wurden umfassend verbessert, da die Missionen zur Pirateriebekämpfung die kampffremden Fähigkeiten, einschließlich der Such- und Rettungsdienste, verbessern. Auch die Fähigkeiten der Schiffsbesatzungen werden verbessert“, sagte Li.

Die wachsenden Fähigkeiten der chinesischen Marine bei Küstenmissionen sind „eine gute Sache“ für die Sicherung des weltweiten Friedens, bemerkte Zhang, hinzufügend, dass aktuell ungefähr 30 Militärschiffe aus mehr als 20 Nationen an den Geleitmissionen im Golf von Aden beteiligt sind.

Der 26. Flottenverband fuhr am 1. April von Zhoushan in der ostchinesischen Provinz Zhejiang in Richtung des Hafens von Aden. Er setzt sich aus zwei Raketenzerstörern, einem Versorgungsschiff und Hubschraubern zusammen, berichtete die China News Agency.

Nach dem Beginn der Mission zur Pirateriebekämpfung in den Gewässern bei Somalia im Jahr 2008 war es „das erste Mal, dass China weitab von seiner Küstenlinie Kriegsschiffe einsetzte, um die strategischen Interessen der Nation zu schützen“, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua den ehemaligen Kommandanten Wu Shengli.
 
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