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Chinesische Experten halten Chinas Gegenmaßnahmen gegen US-Strafzollerhebung für vernünftig und treffend
2019-09-06
 

Wegen der geplanten Erhebung zusätzlicher Strafzölle durch die USA hat China nun seinerseits vor, auf amerikanische Waren in 5.078 Kategorien mit einem Wert von zirka 75 Milliarden US-Dollar Zölle von zehn Prozent bzw. fünf Prozent zu erheben. Diese Besteuerungsmaßnahmen werden ab dem 1. September bzw. dem 15. Dezember umgesetzt. Es sollen ab dem 15. Dezember auch wieder Zölle von 25 Prozent und fünf Prozent auf amerikanische Fahrzeuge und Autoeinzelteile erhoben werden. Diese Termine wurden gewählt als Reaktion auf die Zeitpunkte, an denen die USA zusätzliche Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden US-Dollar erheben wollen.

Auf einem Symposium des chinesischen Handelsministeriums am Sonntag sagte Sang Baichuan, Präsident der Akademie der internationalen Wirtschaft an der Universität für Außenwirtschaft und Handel in Beijing, dass zu den chinesischen Gegenmaßnahmen eine Erhebung zusätzlicher Zölle auf amerikanische Agrarprodukte wie Sojabohnen, Mais und Baumwolle sowie Wasserprodukte und Rohöl gehöre. Damit werde die Forcierung des Handelsstreits durch die US-Regierung präzise bekämpft.

„Die Gegenmaßnahmen vereiteln den Traum der US-Regierung, dass Unternehmen wieder in den USA Geschäfte führen werden. Ganz im Gegenteil wollen die meisten Betriebe, darunter auch amerikanische Firmen, den enormen Markt und ihre großen kommerziellen Interessen in China nicht aufgeben. Die in China getätigten Investitionen aus dem Ausland nehmen kontinuierlich zu. Die meisten Unternehmen zeigen sich optimistisch über Chinas Entwicklungsperspektive. Die Grundlage der chinesischen Realwirtschaft und Produktionsindustrie ist nach wie vor stabil."

Nach Chinas Ankündigung der Gegenmaßnahmen sind die drei wichtigen Aktienindizes in den USA drastisch gesunken.

Chinesische Experten meinen, die Handlungsweise der USA schädige sowohl den USA selbst als auch anderen und habe sich bereits stark auf die Supermacht ausgewirkt. Li Wei, Direktor des Amerika-Ozeanien-Forschungsinstituts der Akademie des chinesischen Handelsministeriums, erklärt, Chinas Gegenmaßnahmen seien immer von Vernunft geprägt. China habe nicht wie die USA zusätzliche Zölle undifferenziert auf alle Importwaren erhoben.

„Es sollen sowohl der Gegner bekämpft, als auch eigene Verluste möglichst stark reduziert werden. Das unterscheidet sich vollkommen von der Vorgehensweise der USA, denn die Schwarzliste der chinesischen Produkte umfasst verschiedene Gebrauchsmittel, Konsumwaren und Halbfabrikate. Die USA können viele der chinesischen Produkte nicht einfach durch andere ersetzen. Mit einer Erhebung zusätzlicher Strafzölle auf alle Waren aus China würden amerikanische Konsumenten geschädigt."

 
CRI
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