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Junge Chinesen ziehen Lebensqualität einem Eigenheim vor
2017-07-20
 

Mehr als 55 Prozent der Hochschulabsolventen, die in den 1990er Jahren geboren sind, würden eher kein Eigenheim kaufen, wenn dies bedeutete, dass sie die schwere Last eines Darlehens zu tragen hätten.

Mehr als 55 Prozent der Hochschulabsolventen, die in den 1990er Jahren geboren sind, würden eher kein Eigenheim kaufen, wenn dies bedeutete, dass sie die schwere Last eines Darlehens zu tragen hätten, heißt es in einem aktuellen Bericht von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Nur ein Drittel der Hochschulabsolventen der Post-1990er-Generation sind bereit, Lebensqualität einzubüßen, nur um ein Eigenheim kaufen zu können. Rund 30 Prozent von ihnen wohnen ein Jahr nach ihrem Abschluss in einer Wohnung mit weniger als 20 Quadratmetern, doch sie sind eher bereit, ihre Lebensqualität zu verbessern als einen größeren Wohnraum zu bezahlen.

Singapurs Zaobao.com berichtete am Montag, dass rasant steigende Immobilienpreise zusammen mit dem Streben der Post-90er-Generation nach Lebensqualität Chinas boomendes Mietwohnungsgeschäft hervorbringen. Liu Hui, 25, bezahlt 4.200 Yuan pro Monat für eine Mietwohnung, was fast die Hälfte ihres monatlichen Einkommens ist, und sie ist bereit, 1.800 Yuan mehr als ihre vorige Miete zu bezahlen, nur um ein komfortableres Leben zu haben.

Immobilienpreise in Chinas erstrangigen Städten sind mehr 40 Mal höher als das Durchschnittseinkommen der Bewohner, was die Möglichkeit und Bereitschaft junger Leute, Immobilien zu kaufen, schmälert, so der Bericht. Junge Leute in Beijing und Shanghai haben bereits ihren ersten Kauf einer Immobilie zurückgestellt, wobei das Durchschnittsalter von 30 Jahren des Jahres 2013 auf 34 Jahre im Jahr 2016 gestiegen ist.

Chinas migrierende Bevölkerung erreichte 2015 einen Stand von 247 Millionen, und diese Zahl wird 2020 auf 282 Millionen beziehungsweise 2030 auf 327 Millionen gestiegen sein, was bedeutet, dass ein Fünftel der Chinesen zehn Jahre lang migrieren. Infolgedessen könnte das Wohnen in Mietwohnungen ein bevorzugter Lebensstil für die meisten Menschen werden.

Einem Bericht von Beijing Homelink Real Estate Brokerage zufolge gab es in China 2015 zirka 160 Millionen Mieter, eine Zahl, die 2020 auf 190 Millionen beziehungsweise 2030 auf 270 Millionen gestiegen sein könnte. Hu Jinghui, Vize-Präsident der Immobilienagentur 5i5j, sagte, einige Bauträger vermieteten nicht verkaufte Immobilien im Zuge von Restriktionen für den Kauf von Immobilien. Eine Umfrage ergab außerdem, dass ein Drittel von Chinas Top 30 Bauträgern Mietwohnungen anbieten. Internetunternehmen wie Alipay und Xiaomi springen auch auf den fahrenden Zug auf, um sich ihren Anteil im Markt zu sichern. Mietwohnungen für junge Leute könnten, wenn von den politischen Entscheidungsträgern unterstützt und auf guten Geschäftsmodellen fußend, eine effektive Maßnahme sein, um Mieten und Immobilienpreise in erstrangigen Städten einzudämmen, so ein Branchenexperte.

 
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